Die Wildwuchsfläche zwischen einem beliebten Park mit Fließgewässer und einem Drahtzaun soll in ein attraktives Biotop für Insekten verwandelt werden. Dafür sind zwei Maßnahmen erforderlich: die Grundlagen der Ernährung (1) und die Wohnbedingungen (2) sind zu verbessern.
Zu (1): Nach Arbeitsschritten zur Verbesserung des Bodens (Entfernen der Grasnarbe, Einarbeiten von Sand) soll regionales Pflanzgut (Saat, Zwiebeln, Rhizome) mit dem Kriterium eingebracht werden, dass Bestäuber während der gesamten Vegetationsperiode mit Nektar und Pollen versorgt werden. Hierfür haben wir uns die Unterstützung des Botanischen Gartens der Universität Göttingen gesichert. Für die Arbeit selbst stehen Schüler*innen der Produktionsschule Göttingen zur Verfügung.
Zu (2): Nach der Umgestaltung wird die Fläche ein Magnet für vielerlei Insekten sein, die zum großen Teil vergeblich nach Unterschlupf suchen werden. Daher ist es zwingend geboten, Insektenquartiere zu schaffen, in denen der Dreischritt „Wohnen-Vorratshaltung-Vermehren“ auf Dauer vollzogen werden kann. Wir vermeiden den gängigen Begriff „Insektenhotel“, der unweigerlich eine Abreise nach kurzem Aufenthalt suggeriert. Für den Bau kann auf Lehrpersonal und Werkstätten der Beschäftigungsförderung Göttingen zurückgegriffen werden; die Vermittlung von Basisqualifikationen in der Holzbearbeitung ist Teil des Lehrplans.