Große Flächen in städtischem Gebiet sind aus verschiedenen Gründen wie Kosten, Zeitaufwand, Personalmangel, Unwissenheit und Desinteresse zu langweiligen Rasenflächen (Abstandsgrün) mit häufig wenig Busch- und Baumbestand verkommen. Doch nicht nur städtische Flächen, auch Privatgärten, die „pflegeleicht“ als Steinwüsten mit immergrünen exotischen Gewächsen angelegt sind, sorgen für eine Verarmung unserer Artenvielfalt, weil sie keinen Lebensraum für Tiere bieten. Versiegelte Flächen dienen im Sommer als Hitzespeicher und erwärmen die Umgebung zusätzlich, fördern die Trockenheit und lassen kein Regenwasser in den Boden. In Wohngebieten geben sie den BewohnerInnen keinen Raum, um sich an dem Grün vor der Haustür zu erfreuen, selbst einen Beitrag für den Umweltschutz zu leisten oder den Wohnort als etwas Besonderes zu empfinden. Aus ökologischer Sicht sind sie ein Totraum, in dem sich kein Leben entwickeln kann und die klimatischen Anforderungen an unsere Zeit keine Beachtung finden.
Dieses Bild hat sich für viele Menschen als „normal“ eingeprägt.
Doch es gibt auch von vielen BewohnerInnen den Wunsch, etwas zu ändern. Oft fehlen jedoch einfach nur die Erfahrungen, etwas Neues auszuprobieren.
Die dieses Jahr neu gegründete Arbeitsgruppe Umfeldplanung hat das unterstützende und beratende Ziel, mit den BewohnerInnen vor Ort und den gegebenen Möglichkeiten klimafreundliche, lebensbejahende und umweltfreundliche Konzepte umzusetzen. Auch das soziale Zusammenleben der Menschen vor Ort wird qualitativ gesteigert, soziale Abgrenzung und Vereinsamung entgegengewirkt und das Alt und Jung zusammenfinden (Mehrgenerationsprinzip).