Im Projekt HumusReich-Netzwerk SH konnten wir uns 2022–2024 dank Förderung durch das Bundesumweltministerium intensiv mit Humusaufbau und Bodenfruchtbarkeit auseinandersetzen. Wir haben uns mit Landwirten aus Schleswig-Holstein Lösungswege in Theorie und Praxis angeschaut und die Ergebnisse in einem Humus-Leitfaden zusammengefasst.
Nach Auslauf der Förderung wollen wir den für die Landwirte und Landwirtinnen so wichtigen, moderierten Austausch nun auf ehrenamtlicher Basis weiterführen.
Zum Hintergrund – Humusaufbau in der Landwirtschaft: Die fruchtbare Humusschicht rückt wieder stärker in den Fokus der Landwirtschaft. Humusreiche Böden sind in der Lage Wasser wie ein Schwamm aufzunehmen und es lange zu speichern. Sie sind also eine Art „Lebensversicherung“ gegenüber Starkregen und Dürreperioden, mit denen wir uns in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels immer häufiger konfrontiert sehen werden.
Gleichzeitig hat der humusreiche Boden viele positive Auswirkungen auf das Bodenleben und ein riesiges Klimaschutz-Potential in seiner Funktion als Kohlenstoffspeicher und CO₂-Senke. Der Sektor Landwirtschaft ist in Schleswig-Holstein für mehr als 20% der CO₂-Emissionen (Quelle: Maßnahmenfahrplan für den Sektor Landwirtschaft für das Klimaschutzprogramm 2030 der Landesregierung) verantwortlich, im Humusaufbau sehen wir großes Potential zur CO₂-Bindung. Viele triftige Gründe also, sich des Themas anzunehmen.